DIE GESCHICHTE

Geschichte der alten Säge

Die alte Säge in Täger­wi­len ist Bestand­teil des seit 1582 urkund­lich nach­ge­wie­se­nen Ober­müh­le­are­als. Das statt­li­che Müh­le­ge­bäu­de mit der Remi­se und der Säge lie­gen im Ober­dorf am All­mend­bach.

Wann genau die­se Säge gebaut wur­de ist nicht über­lie­fert. 1808 ist im Brand­re­gis­ter erst­mals eine «Holz­see­ge» erwähnt. Der älte­re Teil des erhal­te­nen Säge­wer­kes dürf­te um ca. 1830 erstellt wor­den sein. Ab 1921 wur­de die Säge durch einen 110 Volt-Nie­der­span­nungs­mo­tor ange­trie­ben und das Was­ser­rad aus­ser Betrieb gesetzt. 10 Jah­re spä­ter muss­te der letz­te Säger, Edu­ard Egloff, aus wirt­schaft­li­chen Grün­den das alte Säge­werk still­le­gen. In einem Anbau konn­te er mit einer neu­en, leis­tungs­fä­hi­ge­ren Hori­zon­talgat­ter­sä­ge wei­ter arbei­ten. Auch die­se Säge wur­de 1951 durch eine Block­band­sä­ge, wel­che heu­te noch in Betrieb ist, ersetzt. 1968 wur­de das gan­ze Are­al Obe­re Müh­le mit der Säge ver­kauft. Der Abbruch aller Gebäu­de stand bevor. Glück­li­cher­wei­se gab es Oppo­si­ti­on gegen die mit Mehr­fa­mi­li­en­häu­ser geplan­te Über­bau­ung des Ober­müh­le­are­als. Dar­auf konn­te 1972 die Gemein­de das gan­ze Are­al erwer­ben und so die Gebäu­de vor dem Abbruch ret­ten. 1984 über­nahm die Bür­ger­ge­mein­de das Obere­müh­le­are­al und reno­vier­te das gros­se Müh­le­ge­bäu­de.

Für den Erhalt der alten Säge bil­de­te sich ein Ver­ein, von des­sen Mit­glie­dern in 4 Jah­ren Fron­ar­beit die gan­ze alte Säge restau­riert wur­de. Dank guten Kon­tak­ten zu Gleich­ge­sinn­ten war es mög­lich, wich­ti­ge Bestand­tei­le für den Was­ser­an­trieb zu erwer­ben und somit die alte Ein­stel­zen­sä­ge mit dem Was­ser­kraft­an­trieb wie­der betriebs­taug­lich her­zu­stel­len. Die Krö­nung des Gemein­schafts­wer­kes bil­de­te das neue, aus ein­hei­mi­schem Eichen­holz erstell­te, ober­schläch­ti­ge Was­ser­rad. Die­ses Meis­ter­stück mit 4 m Durch­mes­ser und ca. 1.2 Ton­nen Gewicht wur­de in mehr als 300 Fron­dienst­stun­den her­ge­stellt und treibt heu­te mit einer Leis­tung von ca. 5 PS die Säge an.

Wei­her, Bio­top, Säge und Säge­stu­be bil­den zusam­men ein Ensem­ble aus Natur- und Kul­tur­be­stand­tei­len und erfreu­en unzäh­li­ge Besu­cher.